Haus & Wohnen
Als Vermieter sind regelmäßige Mietzahlungen eine zentrale Grundlage Ihrer Rendite und finanziellen Planung. Doch Mietausfälle können schneller Realität werden, als viele Eigentümer denken – sei es durch Zahlungsunfähigkeit, langwierige Räumungsprozesse oder unvorhergesehene Ereignisse, die eine Nutzung der Immobilie vorübergehend unmöglich machen. Eine Mietausfallversicherung bietet in solchen Fällen eine wichtige finanzielle Absicherung, indem sie Sie vor den wirtschaftlichen Folgen ausbleibender Mieteinnahmen schützt und zusätzliche Risiken berücksichtigt, bevor sie Ihre Liquidität gefährden. In diesem Beitrag erklären wir, wie eine Mietausfallversicherung funktioniert, welche Leistungen sie umfasst und wann sich ein Abschluss für Sie lohnt.
Bei Zahlungsschwierigkeiten eines Mieters, hervorgerufen durch Arbeitslosigkeit, Überschuldung oder vergleichbare Probleme, geraten diese in Zahlungsverzug des Mietzinses. Hinzu kommt eine Gruppe von Mietern, die zahlen können, aber nicht wollen – also notorische Mietbetrüger oder Mietpreller. Besonders drastisch stellt sich die Gruppe von Mietnomaden dar, die von einer Mietwohnung in die nächste ziehen, ohne jemals Miete zu zahlen.
Meist ist die unzureichende Prüfung eines Mietinteressenten der Grund dafür, dass ein Vermieter erst vom Tun seines Mieters erfährt, wenn alles schon zu spät ist und entsprechende Schäden hervorgerufen wurden. Laut übereinstimmenden Presseveröffentlichungen macht dies derzeit einen Schaden von rund 2,5 Milliarden Euro aus und die jährliche Schadensquote steigt hierbei um 7 – 10 %.
Zu Mietausfällen kommt es schneller, als die meisten Vermieter denken. Scheidung, Jobverlust oder Krankheit können dazu führen, dass selbst der vorbildlichste Mieter ganz ohne böse Absicht seine Miete nicht mehr zahlen kann. Hinzu kommt das Risiko, einen Mietnomaden zu erwischen, denn auch eine Bonitätsauskunft lässt sich heutzutage leicht fälschen. Eine Räumungsklage durchzusetzen dauert in der Regel 6 bis 12 Monate.
Eine Mietausfallversicherung schützt Sie vor Mietausfall und Mietschäden. Aber dagegen schützt man sich doch schon mit der Mietsicherheit!, werden Sie sagen. In vielen Fällen übersteigt jedoch der Schaden die hier zulässigen drei Monatsmieten.
Es kommt leider schneller zu Mietausfällen oder Schäden, als die meisten Vermieter denken. Scheidung, Jobverlust oder Krankheit können dazu führen, dass selbst der vorbildlichste Mieter ganz ohne böse Absicht seine Miete nicht mehr zahlen kann.
Eine passende Mietausfallversicherung schützt Sie und bietet Ihnen viele weitere Vorteile:
Der Jahresbeitrag für die Mietausfallversicherung ist von folgenden Faktoren abhängig: der gewünschten Versicherungssumme und ob Sie nur Mietausfälle oder auch Sachschäden absichern möchten.
Eine einfache Mietausfallversicherung kostet zwischen 50 und 100 Euro pro Jahr. Deutlich teurer wird es, wenn Schäden durch Mietnomaden abgedeckt werden sollen. Je nach Fall können die Kosten rund zwei bis fünf Prozent der Jahreskaltmiete ausmachen.
Die Mietausfallversicherung übernimmt offene Mietzahlungen säumiger Mieter. Das vorgelagerte Aufbrauchen der Kaution ist die Voraussetzung. Je nach Anbieter schließt die Mietausfallversicherung auch die Kostenübernahme für Renovierung bei Zerstörung oder Verwahrlosung der Wohnung durch den Mieter ein.
Mietausfall durch Leerstand ist durch eine Mietausfallversicherung nicht abgesichert.
Ein echter Horror für Vermieter: Die Kostenexplosion, die Mietnomaden und verantwortungslose Mieter verursachen. Auch langjährige Mietverhältnisse schützen nicht vor Mietausfällen, denn häufig sind auch Gründe wie Jobverlust oder familiäre Probleme die Ursache für Mietschulden. Dazu kommt das Risiko nicht gezahlter Betriebs- und Heizkostennachzahlungen sowie Kosten für Klageverfahren, Anwaltskosten und Vollstreckungsgebühren.
Und hat man den säumigen Mieter entlarvt, ist man das Problem noch lange nicht los! Wussten Sie? Eine Räumungsklage dauert durchschnittlich 12 Monate.
